Lernen gestalten mit KI (telli), spielebasiertes Lernen, Kinder- und Jugendmedienschutz

Design ohne Titel (9)

27. Mai 2026 13:30 – 17:30 Uhr

Justus-Liebig-Universität Gießen

Erleben Sie praxisnahe Einblicke in aktuelle Themen der Medienbildung beim Regionalen Fachforum Medienbildung in Gießen. Auf einem Markt der Möglichkeiten bieten sich vielfältige Einblicke – darunter in den Einsatz des Schulportal Hessen, in die Angebote der Hessischen Medienzentren oder Initiativen rund um digitale Bildung und Medienkompetenz. Informieren Sie sich beispielsweise über den Einsatz von KI im Unterricht mit dem KI-Chatbot telli, entdecken Sie spielebasierte Lernformate für Schule und Unterricht oder erhalten Sie Materialien und Impulse zu Fragen des Kinder- und Jugendmedienschutzes. Alle Workshops sind ohne zusätzliche Anmeldung zugänglich.

Ob Impuls, Workshop oder Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen sowie Expertinnen und Experten: Das Regionale Fachforum bietet vielfältige Gelegenheiten, Anregungen für Unterricht und Schulentwicklung mitzunehmen, erprobte Praxiskonzepte kennenzulernen und sich regional zu vernetzen.

Ablauf

13:30 – 14:00 Uhr Anmeldung / offener Anfang

14:00 – 15:30 Uhr Markt der Möglichkeiten

15:30 – 17:00 Uhr Workshops

Ab 17:00 Uhr Come together

Markt der Möglichkeiten

  • Hessische Lehrkräfteakademie – Dezernat Medien 
  • Hessische Lehrkräfteakademie – Studienseminare
  • HMKB – Schulportal Hessen
  • HMKB – Digitale Welt
  • HMKB – Beratungsstelle Jugend und Medien Hessen
  • Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Didaktik der Mathematik
  • Justus-Liebig-Universität Gießen – Digitale Drehtür Hessen
  • Justus-Liebig-Universität Gießen – Zentrum für Lehrkräftebildung
  • Medienzentren Hessen (Verbund Mitte)
  • Staaliches Schulamt: Fachberatung Medienbildung und Pädagogische Tage

Workshops

Referentinnen: Jasmin Kraft, Lotte Krank (HMKB, Beratungsstelle Jugend und Medien Hessen)

Bildschirmzeiten oder auch Diskussionen zu nutzbaren Apps bergen ein hohes Konfliktpotential. Eltern stellen der Beratungsstelle immer wieder die Frage „Wie viel Medienzeit ist gesund?“.
Das Thema spiegelt sich auch im schulischen Alltag, beispielsweise durch abfallende Leistungen, sozialem Rückzug oder auch mangelnder Konzentration wieder. Der Workshop zeigt u.a. auf, wie im schulischen Alltag für eine altersangemessene Mediennutzung sensibilisiert werden kann.

Referentin: Mira Pohle-Schmidt (Hessische Lehrkräfteakademie, Dezernat Medien)

Vielen Eltern ist es nicht bewusst, dass Kinder und Jugendliche im Internet ganz alltäglich von vor allem älteren, vor allem männlichen und vor allem erwachsenen Menschen angesprochen werden. Ziel der Ansprache ist das Übersenden von Bildern und Videos, oft mit sexualisiertem Inhalt, dazu die Anbahnung von Kontakten und Treffen im realen Leben. Tatorte von diesem als Cybergrooming bezeichneten Straftatbestand sind die Chats von Online-Computerspielen, WhatsApp-Gruppen und Social Media-Apps, aber auch bei Kleinanzeigen oder anderen Plattformen. Und ja, schon Kinder im Grundschulalter sind betroffen.
In dieser Fortbildung geht es um die Möglichkeiten, die in Grundschule, Förderschule und weiterführenden Schulen bestehen, um die Kinder präventiv und auch intervenierend vor solchen Übergriffen zu schützen. Der Verein Internet-ABC hat im vergangenen Jahr ein umfangreiches und interaktives Unterrichtsmaterial herausgegeben, das bis Klasse 6 genutzt werden kann, aber auch darüber hinaus wertvolle Hinweise gibt.
Gemeinsam schauen wir aber auch über den Tellerrand des Phänomens auf sexualisierte Gewalt im Netz allgemein und die Möglichkeiten für Prävention und Intervention, die Lehrkräfte hier haben.

Referenten: Prof. Dr. Matthias Wendlandt, Marcel Knapp (Justus-Liebig-Universität Gießen)

Dieser Workshop richtet sich an angehende Lehrkräfte und eröffnet einen praxisnahen und zukunftsorientierten Zugang zu großen Sprachmodellen (LLMs). Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von KI-gestützten Werkzeugen im schulischen Alltag werden zunächst die grundlegenden Funktionsweisen von LLMs verständlich und anschaulich vermittelt. Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis dafür zu entwickeln, wie diese Systeme arbeiten, welche Potenziale sie für Lehr- und Lernprozesse bieten und wo ihre Grenzen liegen.

Darauf aufbauend widmet sich der Workshop der zentralen Frage, wie sich Aufgabenformate unter den Bedingungen einer zunehmend KI-geprägten Lernumgebung sinnvoll gestalten lassen. Gemeinsam werden verschiedene Aufgaben- und Prüfungsformate analysiert und im Hinblick auf den Einsatz von LLMs reflektiert. 

Im weiteren Verlauf werden gemeinsam Kriterien für die Entwicklung zeitgemäßer Aufgaben erarbeitet, die den Einsatz von KI nicht nur berücksichtigen, sondern didaktisch sinnvoll integrieren. Diese Kriterien bilden die Grundlage für eine praxisorientierte Arbeitsphase: Die Teilnehmenden entwickeln eigene Aufgabenformate für ihr jeweiliges Unterrichtsfach und reflektieren deren Einsatzmöglichkeiten im schulischen Kontext.

Referent: Prof. Dr. Jürgen Kurtz (Justus-Liebig-Universität Gießen)

Der Workshop vermittelt Lehrkräften praxisnahes Grundlagenwissen zu generativer KI mit einem besonderen Fokus auf sinnvoll gestaltete Prompts. Dabei wird deutlich werden, dass Prompts keine rein technischen Anweisungen sind, sondern verdichtete fachdidaktische Skripte, die Lehrprinzipien und unterrichtliche Intentionen widerspiegeln. Anhand praktischer Aufgaben und gemeinsamer Reflexion lernen die Teilnehmenden, Prompts zu entwickeln und anzupassen, die zu ihren Zielsetzungen und Methoden im Englischunterricht passen. Zudem werden Fragen einer verantwortungsvollen KI-Nutzung behandelt und Fragen der didaktisch-methodischen Passung und Verlässlichkeit von KI-Ausgaben diskutiert. Am Ende verfügen die Teilnehmenden über eine reflektierte Auswahl an Prompt-Strategien, mit denen sie KI-Tools gezielt zur Gestaltung eines motivierenden, schülerorientierten Englischunterrichts einsetzen können.

Referent: Prof. Dr. Julian Ernst (Justus-Liebig-Universität Gießen)

„Warum wird mir das denn vorgeschlagen?“ – Diese Frage wird bei nahezu jedem Nutzer und jeder Nutzerin von Plattformen wie YouTube, Instagram oder TikTok schon einmal aufgekommen sein. Empfehlungen von Videos, Bildern und anderen Inhalten sind Output algorithmischer Empfehlungssysteme, die auf Basis von Daten Selektions-, Organisations- und Modellierungsaufgaben übernehmen. Nutzer und Nutzerinnen werden auf diese Art personalisierte Medienumgebung angeboten – und an Plattformen gebunden, was im ökonomischen Interesse von deren Betreibern liegt. Aufmerksamkeit für algorithmische Kuratierung, Wissen über die Funktionalität sowie Fähigkeiten zur kritischen Reflexion algorithmischer Systeme – Algorithm Literacy – können folglich als zentrale Anforderungen in einer von digitalen Medientechnologien durchzogenen Lebenswelt angesehen werden.

Kern des Workshops ist eine praktische Übung, in der ein Ansatz zur Förderung von Algorithm Literacy erprobt wird.

Referentinnen: Anna Caroline Bauer, Dagmar Thesen (Hessische Lehrkräfteakademie, Dezernat Medien)

Künstliche Intelligenz kann Lehrkräfte bei der Unterrichtsvorbereitung unterstützen, etwa bei der Ideenfindung, der Strukturierung von Unterricht oder der Erstellung von Materialien. Die Plattform telli stellt hierfür verschiedene KI-Werkzeuge zur Verfügung.

Voraussetzung: Für diese Aufbau-Fortbildung sollten Lehrkräfte bereits erste Erfahrungen mit telli gesammelt haben, da die Inhalte auf vorhandenen Kenntnissen aufbauen.

In dieser Fortbildung vertiefen Lehrkräfte ihre Kompetenzen im Umgang mit telli. Zunächst lernen sie, wie geeignete Sprachmodelle ausgewählt und zielgerichtet eingesetzt werden können. Darauf aufbauend werden zentrale Aspekte des KI-Einsatzes im schulischen Kontext behandelt, insbesondere Datenschutz und Urheberrecht, die pädagogische Verantwortung der Lehrkraft sowie ein reflektierter und nachhaltiger Einsatz von KI im Unterricht.

Im Hauptteil wenden die Teilnehmenden Chatfunktionen, Assistenten und KI-gestützte Bildgenerierung praxisnah auf die Unterrichtsvorbereitung an. Anhand konkreter Beispiele erproben sie die Funktionen, reflektieren deren Einsatzmöglichkeiten kritisch und übertragen die Ergebnisse auf eigene Unterrichtsvorhaben. Ein abschließender Austausch bietet Raum für das Teilen von Erfahrungen und Praxisideen.

Referent: Marcus Krogmann (Hessische Lehrkräfteakademie, Dezernat Medien)

Können Anwendungen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) im schulischen Kontext sinnvoll genutzt werden – und wenn ja, in welcher Form? Im Mittelpunkt steht die datenschutzkonforme und über das Schulportal Hessen erreichbare KI-Anwendung „telli“ sowie weitere KI-Tools für die Arbeit mit Texten und Bildern.

Dieser Workshop vermittelt ein grundlegendes Verständnis von KI, zeigt praxisnahe Einsatzmöglichkeiten für Unterricht und Lernbegleitung und greift zugleich ethische und datenschutzbezogene Fragestellungen auf. Im kollegialen Austausch erproben wir konkrete Anwendungsbeispiele – von der Planung von Unterricht über die Erstellung von Aufgaben und personalisierten Lernmaterialien bis hin zum reflektierten Umgang mit KI-generierten Ergebnissen und der Bedeutung guter Prompts.

Sie erhalten Materialien und Zugänge zu weiterführenden Lernangeboten, die eine Erprobung im eigenen schulischen Kontext ermöglichen.

Wir laden Sie herzlich zu unserer Fortbildung ein, um die Potenziale von KI für Schule und Unterricht kennenzulernen und gemeinsam zu erörtern, wie Künstliche Intelligenz Lernen und Lehren verändern kann.

Referentin: Esther Kuhn (Medienanstalt Hessen)

In der Geschichte eines jeden (Unterrichts-)Faches gibt es Persönlichkeiten, die bedeutende Entdeckungen gemacht, wichtige Entscheidungen getroffen oder einflussreiche Denkschulen begründet haben. Mit Hilfe von generativer KI können Lernende mit solchen Personen „ins Gespräch kommen“. Das Medienbildungszentrum Süd der Medienanstalt Hessen hat ein Projekt für alle Schulformen ab der 5. Klasse entwickelt.
Die Lerngruppe entwickelt Fragen und Antworten, die sie als Interview mit einer solchen Person inszenieren. Mithilfe einer bildgebenden KI wird ein historisches Foto oder Gemälde auf Filmmaße (16 zu 9) erweitert, mit einer weiteren Anwendung lässt sich die abgebildete Person animieren, so dass sie spricht. Die Fragen, die die Teilnehmenden selbst stellen, werden auf Video aufgezeichnet und in das animierte Bild integriert.
Im Workshop für Lehrkräfte haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, in das Projekt hineinzuschnuppern und die eingesetzten Techniken selbst auszuprobieren.

Themen des Workshops: EPIC Quest, Tello Drohnen, KI und Gamebased Learning, Arduino Alvik – ein Mars Rover erkundet unbekanntes Terrain

Beschreibung folgt