Realitätsflucht, Einsamkeit oder soziale Angst – Warum geht es jungen Leuten mental schlecht? Kinder- und Jugendmedienschutz konkret Staffel III – Modul I

Immer mehr Schülerinnen und Schüler berichten über psychische Schwierigkeiten, überbordenden Leistungsdruck, persönliche Belastungen, soziale Ängste oder Konzentrationsstörung. Studien legen nahe, dass dies nicht nur traurige Einzelfälle sind, sondern dass der Beratungsbedarf zur Wiederherstellung und zum Erhalt der psychischen Gesundheit gerade in der jungen Zielgruppe kontinuierlich ansteigt.
Digitale Medien spielen bei dieser Problemlage eine vielfältige Rolle. Sie eröffnen Räume für Kommunikation, Zugehörigkeit, Information, Kreativität und Unterstützung – können aber zugleich Stress, sozialen Vergleich, permanente Erreichbarkeit, problematische Nutzungsmuster oder belastende Erfahrungen verstärken. Fragen nach Digital Well-Being und mentaler Gesundheit gehören deshalb zunehmend zum pädagogischen Alltag von Schule.
Die Veranstaltungsreihe „Kinder- und Jugendmedienschutz konkret III“ nimmt dieses Spannungsfeld in den Blick. Im Mittelpunkt steht nicht die Frage nach möglichst wenig Mediennutzung, sondern nach einem gesunden, selbstbestimmten und mündigen Umgang mit digitalen Medien. Fachliche Impulse werden mit konkreten schulischen Situationen und pädagogischen Handlungsoptionen verbunden.
Die Veranstaltungen greifen aktuelle Themen an der Schnittstelle von Mediensozialisation, Prävention, psychischem Wohlbefinden und schulischer Medienbildung auf. Dabei geht es unter anderem um digitale Stressoren und soziale Vergleichsprozesse, Körperbilder und Selbstwert, problematische Nutzungsmuster, soziale Medien als Unterstützungs- und Belastungsräume sowie um die Frage, wie Schule Schutzfaktoren, Resilienz und Medienkompetenz stärken kann.
Die Reihe verbindet wissenschaftliche Einordnung, medienpädagogische Perspektiven und konkrete Handlungspraxis. Ziel ist es, Lehrkräfte dabei zu unterstützen, digitale Lebenswelten differenziert wahrzunehmen, Risiken angemessen einzuordnen und Kinder und Jugendliche in ihrer Fähigkeit zu stärken, digitale Medien bewusst, selbstbestimmt und gesundheitsförderlich zu nutzen.
Nicht „digital oder analog?“ steht im Zentrum, sondern die Frage: Wie gelingt gutes und mündiges Aufwachsen in einer digitalen Welt?
Modul I – Realitätsflucht, Einsamkeit oder soziale Angst – Warum geht es jungen Leuten mental schlecht?
Im ersten Modul unserer Reihe sprechen wir miteinander und mit Diplom-Psychologin Anna Sedlak (Landesweite Koordination individuelle Förderung und psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern im Kompetenzzentrum Schulpsychologie Hessen, Goethe-Universität Frankfurt, Institut für Psychologie, Arbeitsbereich Pädagogische Psychologie).
Es geht es um folgende Themen:
– Einordnung der aktuellen Situation – Was ist Alarmismus, was wird ggf. übersehen?
– Kurze Einordnung der „größten Probleme“ von Kindern, Jugendlichen, Eltern und Lehrkräften
– Einschätzungshinweise für Lehrkräfte (Symptome oder Äußerungen) – Woran merke ich, dass es ernst wird?
– Systemische Ansätze – Rolle und Möglichkeiten der Schulpsychologie in der Schule
– Rolle von Social Media, Gaming und Messengern als Teil des Problems oder als Teil der Lösung
– Dazu gibt es Literaturhinweise, Handreichungen, Interventionspläne, Gesprächseinstiege, für verschiedene Zielgruppen, auch in leichter Sprache
Material:

Sehen Sie sich vor der Veranstaltung gerne schon mal in unserem Moodlekurs um!

Inhaltliche Vorkenntnisse:

Die Veranstaltung ist für eher fortgeschrittene Lehrkräfte konzipiert, aber auch Einsteigende in das Thema sind herzlich willkommen und werden von der Teilnahme profitieren. Inhaltliche Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht nötig.

Technische Voraussetzungen:

Es handelt sich um eine Online-Veranstaltung mit der Software BigBlueButton.

Mit Ihrer Einwahl nehmen Sie die Datenschutzerklärung (https://dms-portal.bildung.hessen.de/bbb/dsbbb.pdf) zur Kenntnis und stimmen der darin vorgestellten Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu.

Unsere Fortbildungen sind interaktiv und mit integrierten Arbeits- und kollegialen Austauschphasen konzipiert.

Für die aktive Teilnahme und Kommunikation ist das Zuschalten mit Mikrofon und Kamera sinnvoll und erwünscht. 

Hinweis: Die Teilnahme an diesem Seminar ist auch mit einem Tablet oder Smartphone möglich, jedoch sind dann möglicherweise wichtige Funktionen der Online-Veranstaltungs-Software eingeschränkt.

Fragen zum Wochenplan oder Buchungswünsche für einen geschlossenen Personenkreis?

Helen Gehling
fortbildung@bildung.hessen.de

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Helen Gehling
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Hinweise zur Teilnahme

  • Die Daten zur Teilnahme erhalten Sie nach Ihrer Buchung per E-Mail.
  • Bitte rufen Sie kurz vor Beginn der Online-Veranstaltung den übermittelten Meeting-Link auf und klicken Sie dann auf die Schaltfläche „Teilnehmen“.