#SmartphoneSchutzzonen – Nutzungsordnungen in der Schulgemeinde partizipativ ausgestalten

Die Smartphone-Schutzzonen sind an hessischen Schulen seit Sommer 2025 gesetzlich verankert. Einige Verantwortliche sehen keinen Handlungsbedarf, da viele Schulordnungen gleich oder ähnlich restriktiv lauten, andere sehen pädagogischen Freiheiten bestärkt, da Ausnahmen ausdrücklich ermöglicht werden, um z. B. die allseits gewünschte Medienbildung voranzubringen. Das Gesetz ist Chance und Auftrag zugleich, die bestehenden Regelungen einer Revision zu unterziehen und dabei die Teilhabe aller Glieder der Schulgemeinschaft konstruktiv und auf Augenhöhe einzubeziehen. Denn nur gemeinsam ausgehandelte Nutzungsordnungen erfahren Akzeptanz und Nachhaltigkeit und führen zu einer Medienpartnerschaft in der Schulgemeinschaft. Zudem müssen sie vor dem Hintergrund immer neuer technischer Entwicklungen auch zukunftsfest formuliert werden. Ausgehend von einer Vorstellung relevanter Studienergebnisse und einer kritisch-konstruktiven Besprechung der gesetzlichen Regelungen und deren Konkretisierung für die Schulpraxis sollen in der Fortbildung die Gestaltungsspielräume für die Schulordnungen ausgelotet werden. Es werden erprobte Materialien und Handreichungen vorgestellt, es wird aber auch genügend Austauschräume für eigene und fremde Ideen geben, die in eine Dokumentation einfließen. Die Teilnehmenden können im Verlauf der Fortbildung bedarfsgerecht in verschiedenen Teilgruppen z. B. mit einer Musterregelung, an der Erschließung hybrider Lernräume oder an einem Konzept für eine Medienpartnerschaft in der Schulgemeinde arbeiten. Zudem wird es einen Leitfaden geben, um den partizipativen Findungsprozess für eine schulischen Nutzungsordnungen auszugestalten. Ziel ist es, allen Beteiligten der Schulgemeinschaft Teilhabe und Gestaltung zu ermöglichen, um damit ein Beitrag für Demokratielernen zu leisten und uns alle mündig handeln zu lassen, zumal im digitalen Raum. Vor allem für die Lernenden ist eine Partizipation im Bereich der Nutzung digitaler Endgeräte und den medienbezogenen schulischen Vereinbarungen motivierend und dankbar, da diese ihren Alltag betreffen, wie kaum etwas anderes in ihrer Lebenswelt.

Ideenwerkstatt zum Thema Kinder- und Jugendmedienschutz, auch an Grund- und Förderschulen

Der Landesfachtag Medienbildung und Digitalisierung ist auch Forum für das Thema Kinder- und Jugendmedienschutz. Neben Workshopangeboten wird es auch eine Ideenwerkstatt geben, in der wir uns mit Ihnen über aktuelle Themen und Entwicklungen austauschen und über ganz Hessen vernetzen wollen. Sind Sie am Thema interessiert? Haben Sie Erfahrungen gemacht im Kinder- und Jugendmedienschutz? Sind Sie gar Alumni oder aktuell teilnehmende Lehrkraft unserer Qualifizierungsreihen „Medienschutzberatung an hessischen Grund- und Förderschulen“ oder „Jugendmedienschutzberaterin / Jugendmedienschutzberater an hessischen Schulen (Sek I/Sek II/berufliche Schulen)“? Bringen Sie Ihre Fragen, Ihre Ideen, Ihre Erfahrungen und auch bewährte Konzepte gerne mit! Wir freuen uns auf Sie!

Denkraum und Co-Creation: Jungen und junge Männer im Fokus – Eine interaktive Ideenwerkstatt zu Orientierung zwischen schulischen und medialen Lebenswelten

Jungen wachsen heute in einem Spannungsfeld unterschiedlicher Vorbilder und digitaler Einflüsse auf. Zwischen Schule, Peergroup und sozialen Medien entstehen Orientierungsfragen und Erwartungshaltungen, die pädagogische Fachkräfte zunehmend beschäftigen – und deren Beantwortung sie nicht Social Media überlassen sollten.

In unserer Ideenwerkstatt können Besucherinnen und Besucher einzelne Elemente Workshops zu diesem Thema ausprobieren und mitgestalten. Vier Themenstationen laden zum Mitmachen, Diskutieren und Reflektieren ein:

Station 

Mitmachformat 

Mögliche Leitfrage 

Lebenswelten von Jungen

Blind Rating

Welche Annahmen über die Lebenswelten der Jungen treffen wir?

Social Media

Algorithmus erleben

Was sieht ein 14-jähriger Junge täglich in seinem Feed?

Manosphere

Bingo / Begriffe

Welche (auch problematischen) Begriffe und Trends begegnen Jugendlichen online – und was steckt dahinter?

Orientierung

Ideenwerkstatt

Welche Haltungen und Methoden brauchen Schulen, um Jungen bei ihrer Werteentwicklung zu begleiten?

Mögliche Methoden sind u. a. Blind-Rating-Spiele, Einblicke in algorithmisch geprägte Social-Media-Feeds, ein Bingo zu Begriffen und Trends der digitalen Manosphere sowie ein gemeinsamer Ideen- und Materialpool für die pädagogische Praxis.

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden fließen Weiterentwicklung des zukünftigen Workshopangebots ein.

Medienkompetenz stärken: Praxisangebote für weiterführende und berufliche Schulen

Lernen Sie mit „Webklicker“ (5./6. Klasse) und „News Caching“ (ab Jahrgangsstufe 8) zwei spannende Praxisprojekte kennen, die Schülerinnen und Schüler für einen verantwortungsvollen Umgang mit Nachrichten und dem Internet fit machen. Neben praktischen Einblicken in die Arbeit mit den Lernenden zu Themen wie Fakes News, Datenschutz, Urheberrecht oder Cybermobbing erfahren Sie, wie auch Lehrkräfte und Eltern von den beiden Angeboten profitieren können.

Medienbildung in Grund- und Förderschulen leicht gemacht

Entdecken Sie die vielfältigen Möglichkeiten der Lernplattform Internet-ABC, mit der Kinder, Eltern und Lehrkräfte spielerisch und sicher die digitale Welt erobern können. Sie erhalten frische Impulse für den Unterricht, entdecken neue Materialien – u. a. zum Thema Cybergrooming – und erfahren, wie Ihre Schule den Weg zur Internet-ABC-Schule 2027 gehen kann.

Fake News, Deep Fake und die Macht der Bilder

Wie beeinflussen manipulierte Bilder und Videos unsere Wahrnehmung und unser Urteilsvermögen? Während wir im Umgang mit Texten häufig darin geübt sind, Informationen kritisch zu hinterfragen und ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, fehlt uns diese Auseinandersetzung mit Bildern häufig. Dabei sind wir nicht erst seit der Nutzung sozialer Medien wie TikTok, Instagram & Co. täglich einer enormen Flut visueller Inhalte ausgesetzt.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Bilder besitzen seit jeher eine besondere Wirkungskraft und können gezielt eingesetzt werden, um Meinungen, Emotionen und Wahrnehmungen zu beeinflussen.

In diesem Workshop beschäftigen sich die Teilnehmenden damit, welche Macht Bilder haben, wie durch visuelle Gestaltung bestimmte Wirkungen erzielt werden und wie es gelingen kann, Bildfakes zu erkennen – oder warum dies mitunter auch schwierig bleibt.

Die Teilnehmenden erhalten praktische Einblicke in moderne Technologien wie Fotoforensik-Tools, mit denen sich Hinweise auf Bildmanipulationen untersuchen und Veränderungen an Bildern nachvollziehen lassen. Darüber hinaus wird der Blick darauf gerichtet, wie auch ohne direkte visuelle Manipulation Einfluss genommen werden kann – beispielsweise durch gezielte Wortwahl, die Auswahl bestimmter Bildausschnitte oder den bewussten Verzicht auf bestimmte Darstellungen in der Berichterstattung.

Abschließend wird die Rolle und Verantwortung von Nachrichtenmedien im Umgang mit Bildern und visueller Kommunikation reflektiert. Ziel des Workshops ist es, die eigene Bildkompetenz zu stärken und einen kritisch-reflektierten Umgang mit visuellen Informationen zu fördern.

Hinweis: Bitte bringen Sie ein Smartphone mit WLAN-Zugang mit.

Offener Austausch zum Thema Kinder- und Jugendmedienschutz

Der Kinder- und Jugendmedienschutz ist eine gemeinsame Aufgabe von Schule und Elternhaus. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Eltern bietet großes Potenzial, um Kinder und Jugendliche bei einem sicheren, verantwortungsvollen und reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu begleiten.

In diesem offenen Austauschraum möchten wir den Fokus auf die Elternarbeit im Bereich Kinder- und Jugendmedienschutz legen. Die Beratungsstelle stellt ihre hessischen Unterstützungsangebote sowie praxiserprobte Materialien für die Zusammenarbeit mit Eltern vor und gibt Anregungen für den Einsatz im schulischen Alltag.

Gleichzeitig lebt dieses Format vom gegenseitigen Austausch: Bringen Sie Ihre Fragen, Erfahrungen, Ideen und Anregungen mit. Welche Themen beschäftigen Eltern an Ihrer Schule? Welche Herausforderungen erleben Sie in der Praxis? Welche Materialien oder Unterstützungsangebote wünschen Sie sich?

Gemeinsam möchten wir Bedarfe sichtbar machen, Erfahrungen teilen und Impulse für eine gelingende Elternarbeit entwickeln. Der Austausch bietet Raum für Diskussionen, Vernetzung und neue Ideen rund um den Kinder- und Jugendmedienschutz.