Was kennzeichnet heute „gute“ Lehrende und Lernende unter den Bedingungen des raschen sozio-technischen Wandels durch KI? 

Generative KI macht Antworten, Texte und Erklärungen jederzeit verfügbar. Damit verschiebt sich die Frage, was gutes Lernen ausmacht: Nicht die schnelle Produktion eines überzeugenden Ergebnisses entscheidet, sondern ob Lernende Ziele selbst setzen, Unterstützung bewusst dosieren und Ergebnisse fachlich prüfen.

Der Workshop hat zum Ziel aufzuzeigen, was einen guten Lernenden in Zeiten von KI auszeichnet und welche Kompetenzen und Werthaltungen aus psychologischer Sicht vermittelt werden sollten. Im Mittelpunkt steht das SAM-Modell mit den drei zeitstabilen Ressourcen Selbstregulation, Ambiguitätstoleranz und Methodenkompetenz. Sie helfen, KI als Denkpartner zu nutzen, ohne das eigene Denken, Prüfen und Urteilen an das System abzugeben. Dabei wird zwischen produktivem kognitivem Offloading und riskantem Downskilling unterschieden: KI darf Routinen entlasten, sollte aber nicht jene Denkoperationen ersetzen, die gerade gelernt werden sollen. Praktische Leitlinie ist ein dreistufiger Mensch-KI-Kooperationszyklus: vor der Nutzung eine eigene Frage oder Vermutung formulieren, währenddessen die Unterstützung überwachen und danach Ergebnisse validieren, Alternativen abwägen und das eigene Urteil begründen.

Raum und Zeit:

  • SH-1.109

    11:30 - 12:30