KI kreativ – Lebendiger Unterricht mit Medien für alle Fachbereiche

In der Geschichte eines jeden (Unterrichts-)Faches gibt es Persönlichkeiten, die bedeutende Entdeckungen gemacht, wichtige Entscheidungen getroffen oder einflussreiche Denkschulen begründet haben. Mit Hilfe von generativer KI können Lernende mit solchen Personen „ins Gespräch kommen“. Die Lerngruppe entwickelt Fragen und Antworten, die sie als Interview mit einer solchen Person inszenieren. Mithilfe einer bildgebenden KI wird ein historisches Foto oder Gemälde auf Filmmaße (16 zu 9) erweitert, mit einer weiteren Anwendung lässt sich die abgebildete Person animieren, so dass sie spricht. Die Fragen, die die Teilnehmenden selbst stellen, werden auf Video aufgezeichnet und in das animierte Bild integriert.

Im Workshop für Lehrkräfte haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, in das Projekt hineinzuschnuppern und die eingesetzten Techniken selbst auszuprobieren.

Offene Ideenwerkstatt „Künstliche Intelligenz im Unterricht“

Die Teilnehmenden können sich frei zwischen verschiedenen thematischen Stationen bewegen und dort konkrete Praxisbeispiele kennenlernen und erproben. Geplante Themenbereiche sind unter anderem:

  • KI im Deutschunterricht (z. B. Schreibprozesse, Feedback, Ideenfindung)
  • KI im Mathematikunterricht (z. B. Differenzierung, Aufgabenentwicklung)
  • KI im fremdsprachlichen Unterricht (z. B. Dialogpartner, Sprachtraining, Kommunikation)
  • Weitere fachbezogene Stationen

Die Werkstatt lebt vom Austausch: Eigene Fragen, Unterrichtsideen und Erprobungsphasen sind ausdrücklich erwünscht.

Hinweis: Bitte bringen Sie ein digitales Arbeitsgerät (Tablet oder Laptop), mit dem Sie normalerweise arbeiten, zur Erprobung der vorgestellten KI-Anwendungen mit.

Forschungsprojekt „Digitale, adaptive Unterstützung fachbezogener und generischer Datenkompetenz“ (DUDa)

Data Literacy fördern mit KI-gestützter Bildungstechnologie

In diesem Angebot wird ein innovatives Tool vorgestellt, das den Teilnehmenden zum Kennenlernen und praktischen Erproben zur Verfügung steht. Im Mittelpunkt steht eine aktuelle Version der im DUDa-Projekt entwickelten Bildungstechnologie zur Förderung von Data Literacy und datenbezogenen Kompetenzen.

Zu Beginn erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die Forschung rund um Data Literacy sowie in die Auswahl, Aufbereitung und Nutzung biologischer Datensätze, die als Grundlage für die Entwicklung von Datenkompetenz dienen. Anschließend wird die Entwicklung der KI-basierten Bildungstechnologie vorgestellt und aufgezeigt, welche Möglichkeiten sich daraus für den Einsatz in Bildungsprozessen ergeben.

Ein zentraler Bestandteil des Angebots ist die aktive Auseinandersetzung mit der Technologie: Die Teilnehmenden erproben die Anwendung selbstständig, arbeiten unterstützt durch die Bildungstechnologie an ausgewählten Datensätzen und sammeln eigene Erfahrungen im Umgang mit datenbasierten Lernprozessen. Die dabei gewonnenen Eindrücke, Fragen und Ideen werden abschließend in einer gemeinsamen Diskussionsrunde aufgegriffen und reflektiert.

Ziel ist es, den Teilnehmenden einen praxisnahen Einblick in innovative Ansätze zur Förderung von Data Literacy zu ermöglichen und gemeinsam Potenziale sowie mögliche Einsatzszenarien der KI-gestützten Bildungstechnologie im Unterricht zu diskutieren.

Hinweis: Wir bitten alle Teilnehmenden ein digitales Endgerät (Laptop, Tablet, o.ä. – insbesondere ein Smartphone ist nicht ausreichend) für die Arbeit mit der Bildungstechnologie mitzubringen. Aufgrund der Displaygröße empfehlen wir Laptops. Die Nutzung der Anwendung mit Tablets ist dennoch möglich und könnte durch eine Maus (und bestenfalls Tastatur) noch verbessert werden.

Coaching für den KI-Einsatz im Fremdsprachenunterricht (Französisch/Spanisch)

Der zunehmende Einsatz generativer KI-Systeme im Bildungsbereich stellt sowohl Lehrkräfte als auch Lernende vor neue und jeweils spezifische Herausforderungen. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass KI-gestützte Werkzeuge die Qualität von Arbeiten der Lernenden zwar verbessern können, dies jedoch nicht zwangsläufig mit einem vertieften Lernprozess einhergeht. Vielmehr besteht die Gefahr einer sogenannten metakognitiven Faulheit: Lernende lagern Prozesse wie Planung, Selbstüberwachung oder Reflexion an KI-Systeme aus, sodass diese nicht als kognitiver Verstärker, sondern als Ersatz für eigene Denkprozesse fungieren.

Auch auf Seiten der Lehrkräfte zeigen Studien ein hohes Maß an Unsicherheit im Umgang mit KI-gestützten Lernumgebungen. Insbesondere im Fremdsprachenunterricht gehört der didaktisch fundierte Einsatz von Sprachmodellen bislang noch nicht zur Unterrichtspraxis.

Vor diesem Hintergrund ergibt sich eine zentrale Aufgabe für Schule und Unterricht: Schülerinnen und Schüler sollten frühzeitig darin unterstützt werden, generative KI nicht nur technisch anzuwenden, sondern ihre Potenziale und Grenzen kritisch zu reflektieren und sie lernförderlich sowie verantwortungsvoll einzusetzen. Lehrkräfte nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein, indem sie entsprechende Kompetenzen gezielt fördern, geeignete Lernsettings gestalten und einen reflektierten Umgang mit KI im Unterricht anbahnen.