Agentische KI und Vibe Coding für Lehrkräfte mit KI-Erfahrung

Für Lehrkräfte, die KI bereits nutzen und den nächsten Schritt gehen wollen: selbst Werkzeuge bauen statt nur zu chatten.

Moderne KI-Systeme können mehr als antworten. Sie schreiben Codes, erstellen Dateien, arbeiten eigenständig an mehrstufigen Aufgaben. Dieser Ansatz heißt „agentische KI“. Der Workshop zeigt, wie Lehrkräfte damit eigene kleine Tools für den Schulalltag bauen, ganz ohne Programmierausbildung.

KI-Werkstatt mit Sprechstunde

In der KI-Werkstatt können Sie zum Beispiel:

  • KI-Werkzeuge für Unterrichtsvorbereitung, Materialerstellung und Korrektur ausprobieren und vergleichen
  • Fragen zu Datenschutz, Urheberrecht und Einsatz im Unterricht klären
  • diskutieren, wo KI im Schulalltag hilft, und wo nicht
  • an eigenen Prompts und Vorlagen arbeiten, wenn die KI zu weitschweifig, ungenau oder am Thema vorbei antwortet, auf Wunsch auch in AIS.chat, dem datenschutzkonformen KI-Chatbot für hessische Schulen

Kommen und Gehen jederzeit, kein fester Ablauf.

Vom Prompt zum Kontext: Nicht die Formulierung zählt, sondern was wir der KI mitgeben

Jahrelang hieß es: Wer gute KI-Ergebnisse will, braucht den perfekten Prompt. Das stimmt so nicht mehr. Moderne Sprachmodelle scheitern selten am Prompt, sondern an fehlendem Kontext: Welche Rolle soll die KI einnehmen? Welches Material liegt ihr vor? Für welche Lerngruppe, mit welchem Ziel?

Der Impuls zeigt an Unterrichtsbeispielen, warum dieser Kontext nicht ins Chatfeld gehört, sondern an dauerhafte Orte: in Anweisungen und mitgelieferte Dateien. Das funktioniert in allen gängigen KI-Systemen. In AIS.chat, der datenschutzkonformen Schul-KI des Landes Hessen, wird daraus ein Assistent. Nach demselben Muster entstehen dort auch Vorlagen für Lernende.  Danach bleibt Raum für Fragen, für Austausch und, wenn Sie mögen, zum eigenen Ausprobieren.

Pilotversuch School to go: die Didaktische KI-Assistenz kennenlernen

Der sechzigminütige Workshopschool to go kompakt“ gliedert sich in zwei Hälften. In einem rund dreißigminütigen Impulsvortrag werden die zentralen Einsatzmöglichkeiten anhand konkreter Beispiele vorgestellt, darunter die Erstellung von Unterrichtsstunden, die Orientierung an hessischen Kerncurricula, die Einbindung eigener Materialien, verschiedene Differenzierungsstrategien sowie die vielfältigen Buddies für Lehrkräfte und Lernende. In der anschließenden Praxisphase haben die Besuchenden die Möglichkeit, school to go selbst auszuprobieren und werden dabei vom school to go-Team begleitet.

Hinweis: Es wird ein digitales Endgerät (Laptop oder Tablet) benötigt.

Was kennzeichnet heute „gute“ Lehrende und Lernende unter den Bedingungen des raschen sozio-technischen Wandels durch KI? 

Generative KI macht Antworten, Texte und Erklärungen jederzeit verfügbar. Damit verschiebt sich die Frage, was gutes Lernen ausmacht: Nicht die schnelle Produktion eines überzeugenden Ergebnisses entscheidet, sondern ob Lernende Ziele selbst setzen, Unterstützung bewusst dosieren und Ergebnisse fachlich prüfen.

Der Workshop hat zum Ziel aufzuzeigen, was einen guten Lernenden in Zeiten von KI auszeichnet und welche Kompetenzen und Werthaltungen aus psychologischer Sicht vermittelt werden sollten. Im Mittelpunkt steht das SAM-Modell mit den drei zeitstabilen Ressourcen Selbstregulation, Ambiguitätstoleranz und Methodenkompetenz. Sie helfen, KI als Denkpartner zu nutzen, ohne das eigene Denken, Prüfen und Urteilen an das System abzugeben. Dabei wird zwischen produktivem kognitivem Offloading und riskantem Downskilling unterschieden: KI darf Routinen entlasten, sollte aber nicht jene Denkoperationen ersetzen, die gerade gelernt werden sollen. Praktische Leitlinie ist ein dreistufiger Mensch-KI-Kooperationszyklus: vor der Nutzung eine eigene Frage oder Vermutung formulieren, währenddessen die Unterstützung überwachen und danach Ergebnisse validieren, Alternativen abwägen und das eigene Urteil begründen.

KI um jeden Preis? Teaching-facing AI im Unterricht einsetzen.

Im Workshop lernen die Teilnehmenden vor allem teacher-facing AI-Tools kennen, die sie bei der Unterrichtsvorbereitung, der Materialentwicklung und der Unterrichtsgestaltung unterstützen. Die Werkzeuge werden dabei nicht als reine „Tool-Show“ erprobt, sondern konsequent mit aktuellen wissenschaftlichen Taxonomien, didaktischen Standards und Konzepten der AI-Literacy abgeglichen.

Anhand konkreter Hands-on-Beispiele – von differenzierten und multimodalen Lernmaterialien bis hin zu interaktiven Lernartefakten – werden Potenziale und Grenzen, typische Fallstricke sowie mögliche Katalysatoren für lernwirksamen KI-Einsatz sichtbar. Im Zentrum steht damit nicht die Technologie selbst, sondern eine kritisch-reflektierte und didaktisch begründete Entscheidung darüber, wann, wie und warum KI einen „Nutzen“ für Lehrkräfte und Unterricht darstellt.

Zwischen Herz und Algorithmus – Verbalzeugnisse mit AIS.chat neu denken

(Wie) Kann Künstliche Intelligenz (z. B. AIS.chat) Lehrkräfte beim Formulieren von Verbalzeugnissen unterstützen – welche zwingenden Regeln und Grenzen sind zu beachten?

Dieser Workshop vermittelt Grundlagen zur Gestaltung von Verbalzeugnissen zu den rechtlichen Anforderungen in Hessen sowie zu typischen Formulierungsproblemen und pädagogischen Qualitätskriterien. Anhand praxisnaher Beispiele und interaktiver Übungen erproben die Teilnehmenden den Datenschutz gewährleistenden Einsatz KI-gestützter Tools zur Entwicklung individueller und motivierender Verbalrückmeldungen. Der Fokus liegt auf rechtssicherem, professionellem und verantwortungsvollem Umgang mit KI im Schulkontext.

Hinweis: Um aktiv an der Fortbildung teilzunehmen, benötigen die Teilnehmenden:

  • ein eigenes Endgerät mit Internetzugang (z. B. Laptop oder Tablet)
  • Zugang zu AIS.chat über das Schulportal 

 

Zwischen Herz und Algorithmus: KI In Schule – Lernen, Beziehungen und soziale Herausforderungen

Generative KI verändert nicht nur das Lernen, sondern zunehmend auch Kommunikation und soziale Beziehungen. Der Workshop „Zwischen Herz und Algorithmus: KI IN SCHULE – LERNEN, BEZIEHUNGEN UND SOZIALE HERAUSFORDERUNGEN“ beleuchtet Chancen und Herausforderungen dieser Entwicklung und verbindet AI Literacy, pädagogische Praxis und kritische Reflexion.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem die emotionale Bindung an KI-Systeme, mögliche Abhängigkeiten und soziale Rückzugstendenzen sowie die Frage, wie zustimmende KI-Systeme Meinungen und Wahrnehmungen beeinflussen können. Gemeinsam entwickeln die Teilnehmenden Handlungsperspektiven für Schule und Unterricht und diskutieren, wie eine reflektierte, verantwortungsvolle KI-Nutzung gestaltet und zugleich echte Begegnung und soziale Kompetenzen gestärkt werden können.

Hinweis: Bitte bringen Sie ein Digitales Endgerät wie Tablett, Laptop oder Smartphone mit.

 

Automation als Problem. Oder: die falschen Versprechungen der EdTech-Industrie

Die EdTech-Industrie versucht seit einiger Zeit, einen verlockenden Traum zu verkaufen: KI-Tools nehmen uns Millionen Stunden Korrekturzeit ab und bringen endlich die Entlastung, auf die gestresste Lehrende schon so lange hoffen und warten. Klassenarbeiten sollen z.B. vollständig an die KI delegiert werden, damit die Lehrenden endlich wieder durchatmen können.

Im Workshop soll dieser Marketing-Pitch aus technikhistorischer, empirischer und didaktischer Sicht kritisch beleuchtet werden.