Fachforum Maker, MINT & Medien (2022)

Online-Fachforum am 4. Oktober 2022

Bildschirmfoto 2022-09-05 um 13.31.23

Deutschland ist seit jeher das Land großer Erfindungen und Innovationen, bedeutender Kunst und Dichtung, doch neue Herausforderungen erfordern auch neue Denkstrategien und Lösungen. Insbesondere in den MINT-Fächern sind neue und innovative Herangehensweisen gefragt, die die bewährten Konzepte von Schule und insbesondere MINT-Unterricht ergänzen und erweitern.

Das Fachforum „Maker, MINT und Medien“ hat das Ziel, allen interessierten Lehrkräften diese Angebote näherzubringen, und Ihnen Chancen aufzuzeigen, diese gewinnbringend und zeiteffizient in Ihren täglichen Unterricht einzubauen.

In den geplanten Workshops (siehe unten) gehen Sie mit Experten*innen aus der Praxis in einen Austausch, erhalten Sie Informationen zu im Schultag erprobten Umsetzungsmöglichkeiten, diskutieren Sie mit allen Teilnehmenden und bringen Sie sich selbst aktiv in das Fachforum ein.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung können die Teilnehmenden auch selbst Fragen und Impulse vorschlagen, zur Vernetzung anregen und eigene Projekte vorstellen. Dazu werden nach dem ersten Workshopband in einer moderierten Runde im Sinne eines Barcamps Anregungen gesammelt und abgestimmt. Bei Fragen vorab wenden Sie sich gerne auch an der Koordinations-Team: veranstaltungen@bildung.hessen.de

Alle Angebote stehen den Teilnehmenden an der Veranstaltung offen, Sie entscheiden nach der Eröffnung an welchem Angebot Sie teilnehmen möchten. In der zweiten Workshop-Runde können Sie erneut ein Angebot frei wählen.

In diesem Sinne laden wir alle Lehrkräfte aller Schulformen, die erste Anregungen für innovative Projekte an ihren Schulen suchen oder die Ideen und Anregungen haben, ein am Fachforum „Maker, MINT und Medien“ teilzunehmen.

Ablauf des Online-Fachforums am 4. Oktober 2022

13:30 Uhr bis 14:15 Uhr: ERÖFFNUNG und  EINFÜHRUNG

Constanze Schneider und Markus Pleimfeldner (Hessische Lehrkräfteakademie – Moderation)
Klaus Trimborn (ZDI)

14:15 Uhr bis 14:30 Uhr: PAUSE

14:30 Uhr bis 15:15 Uhr: SESSIONS I (Festes Angebot)

15:15 Uhr bis 16:00 Uhr: AUSTAUSCH und gemeinsame PLANUNG

16:00 Uhr bis 16:45 Uhr: SESSIONS II (Festes Angebot und Angebote der Teilnehmenden)

Anschließend: FREIER AUSTAUSCH

Geplante Workshop-Angebote

Referent: Lars Tum

 „Mission X Train like an Astronaut“ ist eine internationale Schulklassen Aktion, die sich rund um das Thema Fitness und gesunde Ernährung dreht und jungen Menschen in über 28 Ländern weltweit seit 2011 jährlich einen gesunden und aktiven Lebensstil näherbringt.
Die NASA und die ESA haben dafür eine Reihe an körperlichen und wissenschaftlichen Übungen und Unterrichtsstunden entwickelt, die Schüler*innen durch die Faszination der Weltraumforschung Spaß an und neues Wissen über den Weltraum, Fitness, Wissenschaft und gesunder Ernährung vermitteln. Die Missionen und Aufgaben sind dabei an das echte Astronauten Training angelehnt, um den teilnehmenden Schüler*innen im Alter von acht bis zwölf Jahren Fitness und ausgewogene Ernährung spielerisch über das Training als Astronaut näher zu bringen. Der Aktionszeitraum ist jährlich von Januar bis Mai, die Materialien können aber auch außerhalb der Aktion verwendet werden. In der Session stellen wir Ihnen die verschiedenen Übungen vor und geben Inspirationen für die Einbindung in den Sport und naturwissenschaftlichen Unterricht.
Diese internationale Aktion bringt jährlich zahlreiche Schulklassen zusammen, um Kinder auf der ganzen Welt mit der Vision für die Erforschung des Weltraums zu begeistern sowie die globalen Gesundheitsprobleme im Bereich Fitness und Ernährung anzugehen.

Referent: Thorsten Leimbach

Einen Blick in die „Blackbox“ werfen und Künstliche Intelligenz (KI) selbst programmieren – das ermöglicht das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS. Im Rahmen des Projekts „KI-Algorithmen im Informatikunterricht“ wurde die bereits weit verbreitete Open-Source-Programmierplattform Open Roberta Lab des Fraunhofer IAIS um Künstliche Neuronale Netze (KNN) erweitert. Durch das einzigartige Feature machen die KI-Expert*innen von Fraunhofer intelligente Algorithmen durch grafische Programmierung intuitiv erleb- und verstehbar Ziel ist es, dass Schülerinnen und Schüler ab den Klassen 5/6 verstehen, was ein Künstliches Neuronales Netz ist, wie es funktioniert und wie sie selbst ein KNN programmieren können, dass zum Beispiel einem Roboter ermöglicht, sich selbstständig in seiner Umwelt zu bewegen. Dabei steht im Vordergrund, dass sie die grundlegenden Prinzipien eines KNN verstehen und selbst umsetzen. 

Referent: Dr. Johannes Schultz

Die Session gibt einen Überblick über die Anwendungsmöglichkeiten des Calliope mini und des Raspberry Pi im Schulunterricht. Es wird u.a. gezeigt, wie man mit dem Simulator des MakeCode Editors seinen eigene Code erstellen kann und so die Schüler*innen einen schnell und leicht Einstieg in die Programmierung erhalten. Anhand von konkreten Unterrichtskonzepten und Arbeitsblättern für den Calliope mini und den Raspberry Pi wird erläutert wie man den Schüler*innen einen einfachen und strukturierten Zugang zu Technik & Programmierung ermöglichen kann. Neben diesen Arbeitsblättern, die vom deutschen Bildungsbüro der ESA (ESERO Germany) entwickelt worden sind, wird ein kurzer Überblick über alle ESA Unterrichtsmaterialien und Schülerwettbewerbe z. B. Bau eines Mini-Satelliten (CanSat) oder oder Astro Pi Mission Space Lab gegeben.
Die gezeigten Unterrichtsmaterialien für Mikrocontroller können im Physikunterricht oder in den Fächern Geographie und Informatik eingesetzt werden.

Referentin: Elena Louisa Marci-Boehnke

Die Moon Camp Challenge ist ein lehrreiches und inspirierendes Programm, das in Zusammenarbeit zwischen der ESA und der Airbus Foundation durchgeführt wird. Die Moon Camp Challenge lädt Schüler*innen weltweit ein, die Besiedelung des Mondes zu planen. Dazu entwickeln sie 3D-Modelle für eine Mission zum Mond, bei der Astronaut*innen auf dem Mond leben und forschen. Als Vorbereitung im Klassenzimmer können die Schüler*innen eine Reihe von wissenschaftlichen Experimenten im Zusammenhang mit dem Mond durchführen. Dabei erforschen sie die extreme Umgebung des Weltraums und können verstehen, wie sich die Umwelt auf die Bewohnbarkeit auswirkt. Anschließend wenden sie ihr erworbenes Wissen an, um ihr eigenes Mondlager mit einem 3D-Modellierungswerkzeug (Tinkercad oder Fusion 360) zu entwerfen. Die Session stellt die benötigten Tools und vorhandenen Unterrichtsmaterialien vor.

Referentin: Claudia Lindner

Raumfahrt ist MINT! Besonders viel MINT findet sich in der Erdbeobachtung, die mit mathematischen Analysen physikalische Eigenschaften des Lichts ausnutzen, um mehr über chemische und biologische Eigenschaften der Erdoberfläche herauszufinden und damit zahlreiche geographische Fragestellungen zu beantworten. Mit der Augmented Reality App „Columbus Eye“ lässt sich die Erdbeobachtung aus all diesen und weiteren Blickwinkeln einfach und spannend in den Unterricht integrieren. Die Session setzt sich zum Ziel, in die Grundlagen der Fernerkundung einzuführen und verschiedene Webportale zur Fernerkundung im Schulunterricht vorzustellen. Es werden interaktive Unterrichtseinheiten und Apps in der Schnittstelle zwischen Fernerkundung, Geographie und Physik gezeigt.

Referentinnen: Kerstin Grundhöffer und Alissa Schüller

Erfahren Sie in dieser Session mehr über die beiden Dialogformate für die Schule mit der Wissenschaft: „Junior Science Café“ und „I’m a Scientist, Get me out of here!“

Bei Junior Science Café sind interessierte Schulen dazu eingeladen, im Rahmen einer AG, von Wahlpflichtfächern oder Projekttagen Caféveranstaltungen an ihrer Schule zu organisieren, die den Austausch mit Wissenschaftler*innen in lockerer Atmosphäre ermöglichen sollen. Das Angebot richtet sich an Schüler*innen ab Klassenstufe 8 und stellt die Eigeninitiative der Jugendlichen in den Mittelpunkt. Themenschwerpunkt ist ab 2022 Künstliche Intelligenz.

I’m a Scientist, Get me out of here! ist ein Onlineangebot, das Schüler*innen den direkten Austausch mit Wissenschaftler*innen aus den verschiedensten Forschungsbereichen ermöglicht. In schriftlichen Live-Chats treten Schüler*innen in den Dialog mit Wissenschaftler*innen, lernen dabei deren Arbeitsalltag kennen und erfahren, zu welchen Themen sie aktuell forschen. Dabei stimmen die Schüler*innen über ihre Lieblingswissenschaftler*innen ab und wählen so am Ende jeder Themenrunde eine*n Gewinner*in. Die Chats findet im nicht öffentlichen, geschützten Raum statt, der von geschulten Moderator*innen betreut wird.

Eine Lehrkraft, die bereits teilgenommen hat, lobt: „I’m a Scientist ist eine wunderbare Sache, Schüler*innen deutlich zu machen, dass die Themen nicht nur schulintern besprochen werden. ,Die ganze Welt’ macht sich darüber Gedanken und die Schüler*innen sind mittendrin. Ein spannendes Projekt mit viel Motivation der Schüler*innen.“ (Das Zitat kann bei Platzmangel auch gestrichen werden!)

Die Teilnahme an beiden Projekten ist kostenlos. Hinter den Projekten steht Wissenschaft im Dialog. Die Initiative macht sich seit Jahren erfolgreich für die Stärkung wissenschaftlicher Perspektiven an Schulen stark. Gefördert wird das Projekt von der VolkswagenStiftung. Projektpartner ist das RHET AI Center der Universität Tübingen. Außerdem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Wissenschaftsjahres
2022 – Nachgefragt! Unterstützt werden beide Projekte von der Forschungsbörse.

Referentin: Sigrun Schirner

Wollen Sie Schülerinnen für MINT begeistern und nachhaltig fördern? Das deutschlandweite Programm CyberMentor setzt wirkungsvoll MINT-Förderung für Mädchen seit über siebzehn Jahren mittels Online-Mentoring um und unterstützt so bis zu 800 Schülerinnen jährlich. CyberMentor vermittelt MINT-interessierten Schülerinnen ab der 5. Klasse eine persönliche Mentorin, die ihr bei allen Fragen rund um MINT weiterhilft und sie zur Bearbeitung von Projekten anregt. Der zeitlich und örtlich flexible Austausch via Chat, E-Mail und im Forum lässt sich gut in jeden Alltag integrieren und bietet optimale Vernetzungsmöglichkeiten unter Schülerinnen und Mentorinnen. In der Session werden zentrale Konzepte des Mentorings mit dem Rollenmodell- und Netzwerk-Ansatz dargestellt sowie Einblicke in die CyberMentor-Plattform gegeben. Anschließend können wir gemeinsam betrachten, inwiefern diese Form der Unterstützung für Ihre Schülerinnen geeignet ist und wie Sie CyberMentor vorstellen können.

Referent: Martin Seibert

Erhalten Sie einen Einblick in das webbasierte „Online Programmieren lernen“ – Konzeptes der Seibert Stiftung.

Wir, die Seibert Stiftung, haben die Förderung der Bildung von Kindern und Jugendlichen in der allgemeinen digitalen Bildung und Programmieren zum Ziel. Grundsätzlich gilt aus unserer Sicht, die Bedeutung von “Programmieren lernen” in Bildung und Gesellschaft in Deutschland zu stärken.

Unsere Website Programmieren.de ist ein Baustein zum Erreichen unseres Zieles. Sie soll den Einstieg in die Welt der Programmierung erleichtern, aber vor allem Berührungsängste zur Programmierung abbauen.

Unser Angebot kann von allen Schulformen eingesetzt werden.

Referentin: Jessica Malerczyk

Die Fortbildung richtet sich an Grundschullehrkräfte, die mit einer spannenden Einheit aus dem Bereich Programmierung Unterricht im Sinne der Medienbildung umsetzen möchten.

„Auf der Suche nach einem neuen Zuhause – Einfach programmieren lernen“

In dem Projekt lernen die Schüler*innen mit der bildlich gestalteten Programmiersprache „Scratch“ erste Schritte im Bereich der Programmierung kennen. Verknüpft mit der Thematik Weltraum ist ein mehrstündiges Konzept entstanden, bei dem die Schüler*innen neben der Programmierung auch spannende Inhalte über unser Sonnensystem und vor allem über dessen Grenzen hinaus kennen lernen.

Die Lehrerfortbildung dient dazu das entstandene Konzept vorzustellen und zu präsentieren, aber auch die Programmiersprache Scratch näher kennen zu lernen. Diese ist sehr vielfältig und kann daher auch über das Projekt hinaus in Schulen oder im Freizeitbereich genutzt werden. Die Programmiersprache ist sehr leicht aufgebaut, schnell zu lernen und daher geeignet für den Einsatz in Grundschulen.

Das ausgearbeitete Konzept mit der entsprechenden Lektüre erhält jede*r Teilnehmer*in der Fortbildung. Alle Materialien werden außerdem auf der esero Internetseite verfügbar sein.

Referent:innen: Annegret Montag, Joachim Meißner

Die Gaming-Expertin Annegret Montag steht Ihnen hier exklusiv für Ihre Fragen zur Verfügung. Und die können weit gefasst sein, zum Beispiel: Wie lässt sich Gaming an Schulen behandeln oder gar einsetzen? Für welche Themen bieten sich Games im Unterricht besonders an? Gibt es eine „Suchtgefahr“ oder sind packende Spielmechaniken sogar die eigentliche Chance bei diesem Medium? Aber vielleicht haben Sie noch ganz andere Fragen rund ums Gaming und Schule.

Außerdem stellen wir Ihnen einen Clip von Coldmirror zum Thema Gaming vor, den sie im Rahmen des Jugendmedienschutzprojekts WhatsWeb mit dem hr gemacht hat und zu dem wir auch Begleitmaterial anbieten können.
Meetingraum 1Meetingraum 2Meetingraum 3Meetingraum 4Meetingraum 5
Mission X

„fällt leider aus“

Vom Klassenzimmer zur ISS

Moon Camp Challenge

Interaktiver MINT-Unterricht

Meetingraum 6Meetingraum 7Meetingraum 8Meetingraum 9Meetingraum 10
Junior Science Café

Online-Mentoring für Mädchen

Online Programmieren

Auf der Suche nach einem neuen Zuhause

Gaming & Schule

Workshop 10 wird nur im ersten Block angeboten!